Umgang mit Reinigungschemie


Geeignete Schutzausrüstung tragen

Grundsätzlich ist die Wahl der geeigneten Schutzausrüstung abhängig von dem eingesetzten Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Dabei ist in der Gefahrstoffverordnung geregelt, wie mit gekennzeichneten Produkten über den allgemeinen Umgang mit Reinigungsprodukten hinaus umzugehen ist. Das Dosieren der Produkte ist eine sehr kritische Phase, da hierbei mit dem Konzentrat gearbeitet wird.

Die persönliche Schutzausrüstung richtet sich nach dem einzusetzenden Produkt und dessen Kennzeichnung. Zur persönlichen Schutzausrüstung zählen:


Schutzbrille

Vor allem beim Dosieren von Gefahrstoffen sind die Augen zu schützen, da selbst kurze Kontaktzeiten mit Gefahrstoffen zu irreversiblen Schäden und einem Verlust des Augenlichtes führen können.


Schutzhandschuhe

Je nach eingesetztem Produkt kann es notwendig sein, bei der Dosierung spezielle Schutzhandschuhe zu verwenden. Nähere Informationen hierzu bietet das Sicherheitsdatenblatt, die Betriebsanweisung oder das Etikett.


Arbeitskleidung & Arbeitsschuhe

Bei der Reinigung geschlossene Arbeitskleidung (lange Hose, z.B. kombiniert mit der VERMOP Reinigungsweste) und hinten geschlossene Arbeitsschuhe tragen. So schützt man sich z.B. vor Verletzungen durch schwere Reinigungsmaschinen und macht optisch einen guten Eindruck beim Kunden.


Für gute Durchlüftung sorgen

Grundsätzlich sollte beim Umgang mit Gefahrstoffen für eine ausreichende Durchlüftung gesorgt werden.


Kaltes Wasser verwenden

Heißes Wasser (Temperaturen über 30°C) zerstört in der Regel nicht nur das eingesetzte Reinigungs- oder Desinfektionsprodukt, sondern schädigt auch die Hände unter dem Reinigungshandschuh. Durch die Wärme öffnen sich die Poren, so dass Mikroorganismen, Schmutz und sonstiges in die tieferen Regionen der Haut eindringen können.


Produkt ins Wasser geben, nicht umgekehrt

Mögliche Gefahr der Schaumbildung.

Auch aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht ist entscheidend, ob das Konzentrat ins Auge spritzt (Wasser auf Produkt), oder die verdünnte Lösung (Produkt ins Wasser).


Reinigungschemie richtig dosieren

Immer zuerst Eimer mit kaltem Wasser befüllen. Anschließend Reinigungschemie gemäß Herstellerangabe dosieren (z.B. mit Messbecher oder Dosierkappe) und hinzufügen. Das vermeidet übermäßige Schaumbildung. 

Nie heißes Wasser verwenden – es könnte mit der Reinigungschemie zu unerwünschten Reaktionen kommen. Moderne Reiniger sind für den Gebrauch mit kaltem Wasser entwickelt!


Originalgebinde verwenden

Keine fremden Flaschen oder Getränkeflaschen für Reinigungsmittel verwenden. Der Inhalt muss immer dem entsprechen, was auf der Produktflasche steht.


Produkte niemals mischen

Durch unkontrolliertes Mischen verlieren die Produkte ihre Wirkung. Bestimmte Bestandteile können zu giftigen Gasbildungen führen wie z. B. beim Mischen von Säuren (Sanitärreiniger, Kalklöser) mit chlorhaltigen Produkten (Schimmelentferner, Bleichmittel). Das dabei entstehende Chlorgas ist giftig.